11 grundlegende Begriffe aus der Contentwelt

Diese Begriffe sollten Sie kennen.

Damit eine Website verkauft, müssen verschieden Faktoren zusammenwirken. Deshalb ist es beim Texten fürs Web nicht genug, ein Händchen für Sprache zu haben. Ein kompetenter Texter muss auch mit Grundbegriffen aus dem Onlinemarketing und Webdesign vertraut sein, um Text auf Webseiten effektiv einsetzen zu können.

Dieser Blogartikel stellt Ihnen 11 grundlegende Begriffe vor, die online arbeitende Texter und Marketeer unbedingt kennen sollten.

Meta Description

Die Meta Description ist eine kurze Beschreibung des Inhalts eines HTML-Dokuments, die sich in dessen Kopf (Head) findet. Sie wird von Google Suchmaschinen ausgelesen und als Inhaltsangabe der betreffenden Seite im Suchergebnis angezeigt.

Neben dem Titel des Dokuments ist sie der wichtigste Faktor, der darüber entscheidet, ob das Suchergebnis angeklickt wird. Sie schafft eine kostenlose Werbefläche auf Suchergebnisseiten und darf bei keinem guten SEO-Text fehlen. Dafür stehen bis zu 157 Zeichen zur Verfügung. Längere Beschreibungen werden von Google automatisch abgekürzt.

Call to Action (CTA)

Call to Action ist die gängige Bezeichnung für eine Handlungsaufforderung an die Besucher einer Website. Beispiele:

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Zunächst befindet sich jeder Besucher einer Website in der passiven Haltung des Lesens, wenn er sich mit Ihrem Angebot vertraut macht. Ist die Lektüre abgeschlossen, folgt bei ihm ein Augenblick der Orientierung: Was passiert als nächstes?

Der Call to Action nutzt diese Orientierungsphase, um dem Besucher eine bestimmte Handlung nahezulegen, sei es ein Kauf, eine Bestellung oder eine andere Form der Kontaktaufnahme. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit messbar erhöht, dass der Besucher die Handlung ausführt. Ein Call to Action darf deshalb nicht fehlen, wenn die Seite verkaufen soll.

Die passive CTA

Passive CTAs ergeben sich aus der Informationsarchitektur einer Website. Bei der Ansicht jedes Dokuments bietet sich dem Besucher eine Reihe von Optionen für nächste Schritte. Das sind vor allem die klickbaren Links, aber auch Kommentarfelder oder Kontaktformulare legen Handlungen nahe.

Denken Sie stets daran, Ihren Besuchern relevante Optionen anzubieten, die Ihren Conversion-Zielen dienen. Was ist das? Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

Conversion

Die Konzepte CTA und Conversion hängen eng zusammen. Wie erwähnt, dient nicht jede Webseite dem Verkaufen. Das Ziel kann auch darin bestehen, E-Mail-Adressen für einen Newsletter zu sammeln, für telefonische Beratungsgespräche zu werben, Teilnehmer für eine Online-Umfrage zu gewinnen und vieles mehr.

Eine Conversion findet statt, wenn ein Besucher die Handlung ausführt, die der Seitenbetreiber als Conversion-Ziel festgelegt hat. Er „konvertiert“ dann vom Besucher zum Kunden, Abonnenten oder Umfrageteilnehmer. Jede gute Webseite hat ein Conversion-Ziel.

Wenn Sie beispielsweise einen Leserstamm für ein Blog aufbauen wollen, kann auch die bloße Lektüre eines Artikels schon als Conversion gelten. In der Regel werden Sie am Schluss eines Blogartikels aber zumindest zum Teilen oder „Liken“ des Artikels auffordern. Was Sie als Conversion definieren und messen wollen, hängt ganz von Ihrer Zielsetzung ab.

Ohne Conversion-Ziel können Sie weder zielgerichtete Inhalte erstellen noch Ihren Erfolg messen. Die Definition von Conversion-Zielen gehört deshalb zu jeder Maßnahme im Onlinemarketing dazu.

Conversion Rate

Die Conversion Rate macht den Erfolg beim Erreichen der Conversion-Ziele messbar und vergleichbar. Wenn das Conversion-Ziel ein Verkauf ist und 5 von 100 Besuchern etwas kaufen, beträgt die Conversion Rate 5 Prozent. Was hier ein guter Wert ist, variiert. Die Conversion Rate ist „von Natur aus“ höher, wenn die Besucher sich schon vorher für das Beworbene interessieren. Sie ist niedriger, wenn sie zufällig auf die Seite kommen und mit dem Thema bislang nichts zu tun hatten.

Nicht zuletzt deshalb ist wichtig, dass Titel und Beschreibung den Inhalt der Seite richtig widerspiegeln. Von hohen Besucherzahlen haben Sie nichts, wenn diese Besucher etwas ganz Anderes erwartet haben. Ausnahme: Sie verdienen Ihr Geld über Banner-Einblendungen.

Allgemein gilt: Ein CTA erhöht die Conversion Rate, wenn alle anderen Faktoren gleichbleiben.

Flesch-Wert

Der Flesch-Wert ist ein sogenannter Lesbarkeitsindex. Dies ist ein mathematisches Verfahren, mit dem sich die Leserfreundlichkeit eines Textes bestimmen lässt. Die wichtigsten Faktoren sind dabei die durchschnittliche Anzahl der Wörter pro Satz und die durchschnittliche Anzahl der Silben pro Wort.

Der Flesch-Wert liegt zwischen 0 und 100. Je leichter ein Text lesbar ist, desto höher der Wert. Kinderbücher haben die höchsten Werte, anspruchsvolle akademische Texte die niedrigsten. Für einen normalen Webtext gilt ein Wert von 60 oder 70 als optimal. Da sich der Index an der englischen Sprache orientiert, darf der Wert im Deutschen etwas niedriger liegen, denn im Deutschen sind etwas längere Wörter und Sätze normal.

Textqualität lässt sich nur in grober Annäherung mathematisch erfassen. Auch ein Text mit guter durchschnittlicher Satzlänge kann holprig und unverständlich sein. Wenn Sie aber Schwierigkeiten haben, Ihre Wort- und Satzlängen zu begrenzen, kann es hilfreich sein, die Flesch-Werte Ihrer Texte regelmäßig zu testen. Fast immer ist es möglich, die Verständlichkeit ohne Sinnverlust zu verbessern, indem Sie Sätze aufteilen und einfachere Wörter verwenden.

Teaser

Ein Teaser ist ein Kurztext, der Neugier auf bestimmte Inhalte weckt und zum Klicken animiert. Die oben besprochene Meta-Description wirkt im Idealfall als Teaser für die Seite, zu dem sie gehört.

Der Teaser ist eine Mischung aus einer sehr kurzen Zusammenfassung und einem Werbetext. Filmtrailer sind ein guter Vergleich: Sie teilen dem Zuschauer mit, worum es in dem Film geht, aber sie wollen in erster Linie werben. Stellen Sie in einem Teaser also die Stärken des beworbenen Inhalts klar heraus.

Setzen Sie Teaser großzügig ein. Im Online-Journalismus ist längst jedem Artikel ein Teaser vorangestellt. So wird dem Leser vorab ein Grund gegeben, sich für den eigentlichen Artikel Zeit zu nehmen. Unsere Zeit ist kostbar! Machen Sie es deshalb genauso und texten Sie attraktive Teaser für alle Inhalte, die Ihre Besucher nicht auf einen Blick erfassen können.

Keywords

An Keywords kommen Sie beim Texten fürs Web nicht vorbei. Keywords sind Worte oder Wortkombinationen, die Nutzer in Suchmaschinen eingeben, um entsprechende Inhalte zu finden. Wenn Sie Sportschuhe verkaufen, muss der Begriff „Sportschuhe“ prominent in Ihrem Text vorkommen, damit die Suchenden Ihr Angebot finden.

Man kann das Texten für Keywords herum aber auch übertreiben. Mit der Keyword-Dichte und ähnlichen Konzepten versuchen Suchmaschinenoptimierer, die optimale Häufigkeit und Kombination von Wörtern zu finden, um ganz oben auf den Suchergebnisseiten zu erscheinen. Das Problem dabei: Google ist inzwischen zu intelligent, um darauf hereinzufallen. Außerdem kann kein Mensch attraktive Texte schreiben, wenn er seine Wörter nach einer mathematischen Formel auswählt.

Vergessen Sie Konzepte wie Keyword-Dichte und schreiben Sie gute Texte für Ihre Besucher und Interessenten. Wenn Ihre Texte von menschlichen Nutzern gut angenommen werden, bekommt das auch Google mit. Die Keyword-Dichte ist ein Umweg zum selben Ziel, auf dem Sie sich nur unnötig verlaufen und verzetteln. Das Ziel ist klar definiert: Hochwertige, authentische Texte.

Content

Unter Content versteht man alle Inhalte einer Website: Von Texten über Bilder, Tabellen und Aufzählungslisten bis hin zu Videos. Sorgen Sie für guten Content, der auf das jeweilige Thema fokussiert ist und Ihren Besuchern einen Mehrwert bietet. Das geflügelte Wort „Content is King“ ist abgedroschen, aber wahr. Je intelligenter Google und Co. werden, desto wichtiger wird guter Content. Was „gut“ ist, entscheidet allein Ihr Besucher.

Trigger

Der oben vorgestellte Call to Action ist ein Beispiel für Trigger-Elemente in diesem Sinn. Trigger-Elemente sind Grafiken oder Texte, die dazu da sind, die Ihre Besucher zu steuern. Das beginnt bereits, wenn Sie am Schluss eines Textabsatzes ankündigen, was in den folgenden Abschnitten besprochen wird. Dieser Trigger bewirkt, dass der Text weitergelesen wird.

Wer sich nicht mehr zurechtfindet, verlässt Ihre Webseite sehr schnell. Reichen Sie deshalb Ihren Besuchern stets die Hand und führen Sie sie mit Trigger-Elementen durch Ihre Inhalte.

Authentischer Content

Weder Suchmaschinen noch menschliche Interessenten mögen es, manipuliert zu werden. Mit authentischem Content bieten Sie Ihren Besuchern einen echten Mehrwert. Wenn das der Fall ist, haben Sie keine Tricks oder übertriebenen Optimierungsbemühungen nötig.

Begegnen Sie Ihren Besuchern auf Augenhöhe! Verstecken und verstellen Sie sich nicht. Investieren Sie Ihre Zeit und Energie lieber in die Erstellung von nützlichen und attraktiven Inhalten als in zweifelhafte Optimierungstricks. Besucher und Suchmaschinen werden es Ihnen danken.

Denken Sie an eine einfache Regel: Wenn Ihre Inhalte Ihren Besuchern helfen, kommen sie wieder.

BEWERTUNGEN
2017
sehr gut
85 Bewertungen
auf kundennote.com

 

 

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