Die 5 häufigsten Fehler bei Texten für Webseiten

Wie Sie Ihre Besucher richtig zum Abschluss führen

Texte gehören zu den wichtigsten Stellschrauben, an denen Sie drehen können (und müssen), um ein Maximum an Webseitenbesuchern zu Kunden zu machen. Vom Aufbau des Textes insgesamt über die Wortwahl bis hin zur Struktur und Länge von Sätzen sind unzählige Faktoren im Spiel. Wer sie alle meistern will, lernt nie aus.

Lesen Sie hierzu auch: Die 4 Phasen der perfekten Startseite.

Doch bevor Sie über die Feinheiten nachdenken, sollten Sie die Basics berücksichtigen. Das verspricht den größten Ertrag relativ zum Lernaufwand. Alle Liebe zum Detail ist verschenkt, wenn große Fehler verhindern, dass diese Details überhaupt wahrgenommen werden. Deshalb widmet sich dieser Artikel den 5 häufigsten Fehlern, die Webseiten-Betreiber immer noch begehen.

Vielleicht haben Sie den einen oder anderen Fehler schon erraten? Finden Sie es heraus!

Fehler 1: „Herzlich willkommen!“

Überschriften, Teaser und Absatzanfänge sind besonders wichtige und wertvolle Bestandteile von Texten. Sie entscheiden darüber, ob Besucher überhaupt Interesse entwickeln und den ganzen Text lesen. Wenn Sie dort eine Begrüßung wie „Hallo und guten Tag“ oder „Herzlich willkommen auf unserer Homepage“ platzieren, verschenken Sie diese Gelegenheit. In keinem Schaufenster steht ein Schild mit der Aufschrift „Willkommen vor unserem Schaufenster“. Vielmehr sind dort die Artikel in Szene gesetzt, die das Geschäft anbietet.

Machen Sie es auf Webseiten genauso. Begrüßungen sind ein Relikt aus den frühen Tagen der „persönlichen Homepage“ in den späten 90er-Jahren, als noch niemand so recht mit dem neuen Medium umzugehen wusste.

Ihre Besucher wollen nicht wissen, dass Sie sich über ihren Besuch freuen. Sie wollen wissen, warum sie auf Ihrer Seite sind. Was haben Sie zu bieten? Welchen Nutzen oder Vorteil verspricht Ihre Seite? Fassen Sie dies knapp, griffig und attraktiv in Worte. Willkommen fühlen sich Ihre Besucher dann von selbst.

Fehler 2: Textwände und Fotoalben

Mediennutzer von heute sind an eine ausgewogene Balance von Texten und Bildern gewöhnt. Texte transportieren konkrete Aussagen und Informationen, Bilder transportieren Stimmungen, schaffen Struktur und lockern das Bild auf.

Eine zu textlastige Seite wirkt emotionslos und hinterlässt keinen Eindruck. Im schlimmsten Fall fühlt sich der Besucher vor eine „Textwand“ gestellt, die er mühevoll erklimmen muss, um die gewünschten Informationen zu erhalten.

Auf der anderen Seite wirkt eine bildstarke Seite zwar stimmungsvoll, aber wenig informativ. Eindrucksvolle Bilder sind überall im Internet zu finden, sodass Bilder ohne Kontext wenig Interesse erregen.

Bieten Sie also mit Bildern etwas für die Sinne, vermitteln Sie durch Text die richtige Menge von Informationen und sorgen Sie dafür, dass alles zusammen eine klare Botschaft ergibt. Die Webseite eines Fotografen darf bildlastiger sein, aber auch sie muss die wichtigsten Informationen und Botschaften in Textform vermitteln, damit Interessenten Kontakt aufnehmen.

Fehler 3: Zu wenig Content

Analysen der Top-Suchergebnisse von Google zeigen seit Jahren, dass der durchschnittliche Umfang des Inhalts erfolgreicher Webseiten zunimmt. Das ist auch logisch, denn umfangreiche Webseiten haben eine größere Chance, Interessenten die gesuchte Information zu bieten.

Je weniger Inhalt, desto weniger Gründe bietet eine Seite, Kontakt aufzunehmen. Die Faustregel lautet: Besser haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben. Was würden Sie als potentieller Kunde wissen wollen? Stellen Sie sicher, dass alle Informationen vorhanden sind. Wenn die Seite gut strukturiert ist, überspringen Besucher einfach, was sie nicht interessiert.

Schauen Sie sich hierzu auch gerne die Infografik „So ranken Ihre Texte“ im Blog an.

Fehler 4: Blog fehlt oder ist uninteressant

Ein Blog gehört zur Außendarstellung eines Unternehmens im Internet heute dazu. Man sagt ja: „Moderne Zeiten erfordern modernes Marketing“. Mit einem Blog hauchen Sie einer sonst statischen Webseite Leben ein. Sie zeigen sich aktiv, engagiert und ansprechbar.

Begehen Sie aber nicht den Fehler, ein Blog bloß für den guten Ton anzulegen, weil „man“ das macht. Ihr Blog nicht ernst zu nehmen heißt, Ihre Leser nicht ernst zu nehmen. Das wäre fatal, denn Ihre Leser sind Ihre Kunden.

Es genügt nicht, im Blog einfach News aus Ihrer Firma zu posten. Wie viele Leser interessiert es, dass Sie neue Büroräume bezogen oder neue Mitarbeiter eingestellt haben? Solche News dürfen durchaus vorkommen, aber sie sollten nicht der Hauptinhalt sein. Andernfalls erreichen Sie damit nur Leser, die bereits ein gefestigtes Interesse an Ihrem Unternehmen haben. Das ist gut für die Kundenbindung, aber für potentielle Neukunden ist es uninteressant.

Worüber also schreiben? Ganz einfach: über Ihr Fachgebiet. Wenn Sie einen Malereibetrieb führen, bloggen Sie über Malereithemen. Das Nachschlagen von Fachinformationen, Tipps und Anleitungen zu allen erdenklichen Themen gehört zu den wichtigsten Formen der Internetnutzung. Täglich suchen Menschen nach dem Wissen, das Sie haben. Das macht es Ihnen leicht, diesen Menschen etwas zu bieten, das sie garantiert interessieren wird. Nutzen Sie dieses Kapital.

Während die Zahl Ihrer Blogartikel steigt, bekommt auch Google mit, dass Ihre Seite eine wachsende Ressource von Informationen zu Ihrem Themengebiet ist. Dadurch steigen mit jedem Artikel die Chancen, dass Sie von Google als Autorität zum Thema eingestuft werden und Ihre Seite an prominenter Stelle in den Suchergebnissen erscheint.

Fehler 5: Den Abschluss vergessen

Sie sind am Schluss der Seite angekommen und haben alle wichtigen Informationen und Argumente attraktiv dargestellt. Damit ist der Text fertig. Oder?

Nicht ganz. Denn eins haben Sie Ihrem Besucher noch nicht gesagt: Was er mit diesen Informationen und Argumenten anfangen soll. Beispiel:

„Jetzt Ihr individuelles Angebot anfordern!“

Das ist eine Handlungsaufforderung, wie sie im Marketing unter der Bezeichnung „Call to Action“ bekannt ist. Der genaue Inhalt einer solchen Handlungsaufforderung hängt davon ab, welche Handlung Sie sich vom Besucher wünschen. Das kann ein Kauf sein, eine Kontaktaufnahme, eine Empfehlung, ein Newsletter-Abonnement und vieles mehr.

Psychologisch gesehen ist der Call to Action eine Entscheidungshilfe, die interessierten Besuchern den Schritt zur Handlung messbar erleichtert. Er lässt sie nicht mit den vermittelten Informationen in der Luft hängen, sondern zeichnet konkret den nächsten Schritt vor. Der Interessent muss nicht weiter nachdenken, wie er nun vorgeht, sondern braucht praktisch nur noch ja zu sagen.

Deshalb ist es ein Fehler, den Call to Action zu vergessen: weil das mühsam aufgebaute Interesse verpufft, wenn der Schluss Ihrer Webseite eine Sackgasse ist. Verwandeln Sie es stattdessen in die gewünschte Handlung und freuen Sie sich über eine höhere Anzahl neuer Kunden.

Schauen Sie sich den Blogartikel „4 Phasen für die perfekte Starteseite“ an, um weitere Ideen zum Website-Abschluss zu erhalten.

BEWERTUNGEN
2017
sehr gut
85 Bewertungen
auf kundennote.com

 

 

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