Serie „Ihr Marketing als Texter und Freelancer“

So funktionieren Sie als Marke

Tausende Texter werben in Deutschland als Freelancer um Kunden. Warum sollte ein Interessent Sie beauftragen und nicht die Konkurrenz? Nicht nur Sie selbst müssen die Antwort auf diese Frage kennen, sondern der Interessent muss das auch. Unzählige potentielle Auftraggeber kennen Sie nicht und wissen nicht, was Sie können. Sie müssen sich also gut in Szene setzen, oder mit anderen Worten: Marketing in eigener Sache betreiben.

Praktisch alle erfolgreichen Firmen sind auf den Märkten als Marke präsent. Zu einer Marke gehört vor allem ein Name und ein damit verbundenes Image. Der durchschnittliche Konsument kann kaum Fakten über die Unternehmen aufzählen, von denen er kauft. Was er aber genau kennt, ist die Marke.

Die Marke ist das Aushängeschild eines Unternehmens. Name und Image bilden eine Botschaft, die leicht im Gedächtnis bleibt. Sie steht für Firma X mit den Eigenschaften A, B und C. Sie macht aus der komplizierten Existenz einer Firma in der realen Welt ein vereinfachtes Bild, mit dem die Firma identifiziert wird. Sie ist der Platzhalter des Unternehmens im Bewusstsein der Zielgruppe.

Schaffen Sie für sich ebenfalls eine Marke, damit potentielle Kunden eine Vorstellung von Ihnen bekommen. Wer Sie nicht kennt, kann Sie nicht beauftragen. Wer nicht weiß, was Sie können, hat keinen Grund, Sie zu beauftragen. Helfen Sie potentiellen Kunden, sich ein Bild von Ihnen zu machen, so dass Sie aus der anonymen Masse Ihrer Wettbewerber herausstechen. Dieser Artikel erklärt, wie Sie Ihre Marke an den Start bringen.

Als Freelancer bringen Sie von vornherein Individualität und ein bestimmtes Können mit. Dies ist der Kern, aus dem Ihre Marke wachsen sollte. Ihre Aufgabe ist, Ihre Individualität und Ihr Können auf attraktive Weise sichtbar zu machen. So verwirklichen Sie die fünf A des Marketings: angenehm anders als alle anderen.

Dazu muss Ihre Marke dreierlei abbilden: was Sie können, wer Sie sind und was Sie darstellen möchten.

Was können Sie?
Wer sind Sie?
Was möchten Sie darstellen?

Was können Sie?

Für potentielle Kunden ist in erster Linie Ihr Können interessant. Dies bereitet vielen Freelancern genauso große Schwierigkeiten wie Menschen das Bewerben um eine Anstellung. Das liegt daran, dass die Konkurrenten ebenfalls über abgeschlossene Ausbildungen und Berufserfahrung verfügen. Wie hebt man sich positiv von jemandem ab, der die gleichen formalen Qualifikationen mitbringt?

Hier ist Ehrlichkeit und Selbstkenntnis gefragt. Sie sind mehr als Ihre Abschlüsse und Berufserfahrungen. Fragen Sie sich, was Sie wirklich gut können, welche Aufgaben Sie mit Leidenschaft ausführen und welche besonderen Qualitäten Ihre Arbeiten aufweisen.

Eine große Rolle spielt dabei auch, in welche Richtung Sie sich als Freelancer entwickeln wollen. Betonen Sie Qualifikationen und Talente, die Sie künftig gerne mehr einsetzen würden.

Behaupten Sie nicht, alles zu können. Das ist nicht glaubwürdig und vermittelt keine klare Vorstellung von Ihrem Können. Wählen sie besser Ihre interessantesten Fähigkeiten aus und lassen weniger interessante weg. Auch eine besondere Kombination von Eigenschaften und Fähigkeiten drückt Einzigartigkeit aus.

Denken Sie daran: Sie müssen keine Einzigartigkeit erfinden, denn Sie sind bereits einzigartig. Nehmen Sie sich Zeit, listen Sie Ihre Fähigkeiten auf und fragen Sie sich, ob Sie sie noch genauer beschreiben können. Denken Sie an Ihre Berufserfahrungen zurück: Wann haben Sie brilliert, wann lief es nicht so gut und woran lag das?

Kurz: Machen Sie sich ein klares Bild von Ihrem Können. Dieses Bild ist ein wichtiger Rohstoff für Ihre Marke.

Wer sind Sie?

Die menschliche Ebene ist im Wirtschaftsleben ungemein wichtig. Jedes gute Geschäft braucht eine Vertrauensbasis. Wenn die Chemie nicht stimmt, hakt die Zusammenarbeit oder kommt gar nicht erst zustande. Da Sie als Freelancer ein Ein-Personen-Unternehmen sind, ist es für potentielle Kunden und Partner umso wichtiger, eine Beziehung zu Ihnen aufbauen zu können.

Überzeugende Qualifikationen sind viel wert, verraten aber wenig über Sie als Person. Bei der Kontaktaufnahme mit Fremden müssen Menschen eine gewisse Hemmschwelle überwinden. Bauen Sie diese Schwelle ab, indem Sie Ihre Persönlichkeit in Ihrer Marke abbilden.

Ihre Individualität ist Ihr Kapital. Sie unterscheiden sich von allen anderen – ob Sie wollen oder nicht. Zeigen Sie dies mit Ihrer Marke. Das ist gar nicht so schwer: Hobbies und Interessen sagen beispielsweise viel über einen Menschen aus. Sind Sie ein Fan klassischer Musik, Outdoor-Abenteurer, Turniertänzer oder Schachspieler? Lassen Sie das in Ihre Marke einfließen. Damit verleihen Sie Ihrem Image sofort ein Vielfaches an Persönlichkeit, Charakter und Wiedererkennungswert.

Was möchten Sie darstellen?

Erinnern Sie sich noch an die typische „persönliche Homepage“ der späten 1990er-Jahre? An die Urlaubsfotos und Online-Tagebücher mit Geschichten über Haustiere? Die Zeiten sind zum Glück vorbei. Ihre Fähigkeiten und Persönlichkeit in Ihre Marke einfließen zu lassen bedeutet nicht, frei von der Leber weg etwas über sich zu erzählen.

Marken sind Produkte künstlerischen Schaffens. Sie entstehen nicht von selbst, sondern müssen konzipiert und entwickelt werden. Wie verträgt sich das mit der Strategie, Ihre Marke auf persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten zu bauen?

Ganz einfach: Die Marke ist eine Verdichtung Ihrer Person und Ihres Angebots in einer Form, die ein potentieller Kunde schnell erfassen und verstehen kann. Ihre Qualitäten als Person und Experte sind überzeugend, doch Ihre potentiellen Kunden wissen das nicht. Unter normalen Umständen haben sie keine Zeit, es durch eine persönliche Bekanntschaft mit Ihnen herauszufinden.

Deshalb ist das Kunstprodukt „Marke“ nötig. Ihre Person und Qualifikation ist dafür der Rohstoff, aber eben nicht mehr. Verwenden Sie diesen Rohstoff, um authentisch das Beste auf den Punkt zu bringen, was Sie zu bieten haben.

Finden Sie dazu einen kreativen und plakativen Namen. Das Wichtigste ist dabei, dass der Name gut zu merken ist und ausdrückt, was Sie anbieten. Beispiel: „Texter Berlin“. Der Name ist nicht allzu kreativ, aber er erfüllt perfekt die Anforderungen. Zu viel Kreativität ist bei Namen und Logos oft kontraproduktiv: Wenn man sie nicht versteht oder sich nicht merken kann, haben sie ihren Zweck verfehlt.

Mit einer Marke, die plakativ Ihre Individualität als Anbieter abbildet, heben Sie sich garantiert von einem Großteil der Wettbewerber ab. Die Schwelle zur Kontaktaufnahme sinkt und Sie bekommen mehr Anfragen. Ihre neuen Kunden passen besser zu Ihnen, weil es Menschen sind, die speziell auf Sie als Marke reagiert haben. Das bedeutet: mehr Aufträge und mehr Spaß bei der Arbeit für Sie!

BEWERTUNGEN
2017
sehr gut
85 Bewertungen
auf kundennote.com

 

 

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